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Wie funktioniert es?

Eine Saison läuft vom 1. April bis zum 31. März des kommenden Jahres.
Jeder, der für ein Jahr mitmachen möchte, verpflichtet sich durch eine schriftliche Vereinbarung gegenüber dem Gärtnerhof.
Vor Beginn einer neuen Saison gibt es eine Informationsveranstaltung, bei der sich Interessenten über den Hof, das Prinzip, die Anbaumethoden  und die Gemeinschaft eingehend ein Bild machen können. Alle, die sich entschließen, für ein Jahr mitzumachen, können anschließend nach der Informationsveranstaltung beim Bieterverfahren mitmachen. Sinn des Bieterverfahrens ist es, anonym den Bedarf an Anteilen und die finanziellen Möglichkeiten abzustimen. Wer gut betucht ist, kann mehr geben, wer nicht über ein ausreichendes Einkommen verfügt, gibt weniger. Wichtig ist am Schluss, dass die Kosten des Gärtners gedeckt sind. Zuvor legen unsere Gärtner die Kostenstruktur des Betriebes in Form einer Vollkostenrechnung offen. Darin sind neben Materialkosten für Saatgut, Jungpflanzen, Biodünger usw. und  Energiekosten auch alle Sozialkosten wie Lohn, Kranken- und Sozialversicherung enthalten. Aus allen Kosten wird der jährliche Finanzbedarf ermittelt und dieser dem Wert der zu erwartenden Erträgen gegenübergestellt.
Zur Zeit kann unser Hof 170 große Anteile erwirtschaften. Davon werden 120 Anteile für die solidarische Landwirtschaft bereitgestellt, die restlichen Anteile vermarktet der Hof in Bioläden und auf dem Wochenmarkt in Göttingen.
Ein großer Anteil wurde für diese Saison mit 60 € monatlich ermittelt, ein kleiner Anteil die Hälfte. Ein großer Anteil versorgt ca 2-3 Personen mit frischem Gemüse. Den eigenen Bedarf an Anteilen kann sich jeder Mitgärtner anhand der vergangenen Lieferlisten selbst ermitteln, der kann natürlich individuell verschieden sein.
Angeliefert wird das Gemüse 1-2 mal wöchentlich in 5 Abholstellen in Göttingen. Am Tag vor der Anlieferung erhalten wir eine Email von Kerstin, was es am nächsten Tag Gutes gibt. Zu Beginn der Saison bis etwa Mai wird einmal angeliefert, ebenso im Spätherbst ab November. Die Anliefertermine in der Hauptsaison sind Dienstags und Freitags, jeweils vormittags bis ca. 10 Uhr. Die größte Abholstelle ist der Waschbärladen zentral in der Kurze-Geismar-Straße 5. Dort kann während der Öffnungszeiten abgeholt werden. Diese sind werktags vo 9.30 - 19 Uhr, Samstags von 9.30 - 14 Uhr. Die andere große Abholstelle ist das Naturfreundehaus "Auf dem Hagen" in der Naturfreundestraße 1. Es macht Freude, das Gemüse selbst aus den Lieferkisten zusammenzustellen.
Wenn jemand im Rosdorfer Weg, am Niklausberger Weg oder in Geismar in der Kerllsgasse abholen möchte, sollte das vorher geklärt werden, ob dort noch Kapaziät vorhanden ist. Falls ja, erhaltet ihr einen Schlüssel und könnt dann jederzeit abholen. Natürlich gibt es auch hier Hausordnungen, die im internen Forum auf dieser Seite stehen. Am besten ist es natürlich, das frische Gemüse direkt am Liefertag abzuholen..
In den Abholräumen stehen Regale mit den Gemüsekisten, ein Tisch mit einer Waage, die Lieferlisten mit den Mengen für  einen großen und einen kleinen Anteil und die Abhakliste, wer schon da war. Wer ein bestimmtes Gemüse nicht mag, oder es einfach zuviel ist, kann es in eine Tauschkiste legen, aus der sich dann jeder frei bedienen kann. Eine Kladde ermöglicht einen Informationsaustausch zwischen den Mitgärtnern und auch dem Gärtnerhof.
Es hat sich gerade am Anfang einer Saison als sinnvoll erwiesen, sich bei einem Abholertreffen gegenseitig kennenzulernen und Fragen, Wünsche und sonstige gemeinsame Aktivitäten zu besprechen und zu planen. Jede Aktivität sollte sich bei Bedarf aus der Gruppe entwickeln, da gibt es keine Vorgaben oder Macher, wir machen es..
Eine weitere Kommunikationsform ist der Emailverteiler. Vorausgesetzt der einzelne Mitgärtner stimmt der Veröffentlichung seiner Mailadresse für die anderen Mitgärtner zu, kann es auch über diesen Weg gehen. Wir haben jedoch festgestellt, dass gerade im Konfliktfall, der kommt schon mal vor, die persönliche Kommunikation der beste Weg ist. Ping Pong Mailen kann hier sehr belastend werden. Dann gibt es noch diese, unsere Homepage der Mitgärtner. Wer sich hier registriert und als Mitgärtner zu erkennen gibt, erhält Zugang zum internen Forum. Dort können wir Fragen stellen, Vorschläge machen, Wissen oder Dinge tauschen, also zunächst einmal auf der virtuellen Seite kommunizieren. Ihr könnt auch eigene Blog-Einträge schreiben, andere kommentieren, eure Fotos löschen, falls ihr nicht mit der Veröffentlichung einverstanden seit und vieles mehr.
Wenn ihr es wollt...
Und dann sind da noch die vier Hofbesichtigungen, zu denen uns Kerstin und Andreas in der Saison einladen. Die sind immer sehr informativ und geben uns einen Einblick, wo und wie unser Gemüse wächst. Außerdem sind auch noch gemeinsame Einsätze, z.B beim Kraut jäten, oder bei der Ernte möglich. Wie wir es wollen und können. Schaut in den Blog und schreibt selbst etwas.
Ab April 2015 bieten uns Kerstin und Andreas jeweils am ersten Mittwoch des Monats, einen Mitmachtag an. Das intensiviert unsere Beziehung zum Garten und den natürlichen Prozessen, bevor uns das Gemüse dann ernährt.
 
Zum Schluß entschuldigt meine begrenzte Sicht auf die Dinge, zusammen mit euch macht es mehr Freude, denn zusammen wissen wir mehr und ändern unsere Welt, jeder für sich und alle zusammen.
 
Mit solidarischem, herzlichen Gruß
Werner
 
 
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